Assistent:in der Geschäftsleitung gesucht

Interesse, Offenheit und Begeisterung…

… sind Eigenschaften, die wir uns von unserem neuen Teammitglied wünschen.

Wir sind ein KMU mit sehr vielfältigen Aufgaben in einem besonderen Umfeld:
Tel 143 – Die Dargebotene Hand ist für Menschen da, wenn das Leben schwierig wird.
Rund um die Uhr, persönlich, anonym, per Telefon, Chat oder Mail.

Zur Verstärkung für unseres Teams in der Geschäftsstelle Aargau/Solothurn mit Standort in Aarau suchen wir eine engagierte Persönlichkeit als

Assistent:in der Geschäftsleitung

60 % (idealerweise vormittags, Jahresarbeitszeit)

In dieser Rolle unterstützen Sie unser Team in sämtlichen administrativen und organisatorischen Belangen. Sie übernehmen wichtige Aufgaben im Spendenmanagement, agieren als Superuser:in für MS Office und sind Ansprechperson für externe und interne Stellen, insbesondere für unsere rund 50 freiwilligen Mitarbeiter:innen.

Wir wünschen uns eine dienstleistungsorientierte und koordinativ starke Persönlichkeit mit kaufmännischer Ausbildung und Berufserfahrung in einer ähnlichen Tätigkeit. Gute IT-Anwenderkenntnisse (MS-Office und CRM) sowie stilsichere Kommunikation in deutscher Sprache sind für diese Position erforderlich. In unserem kleinen Team bieten wir Entwicklungsmöglichkeiten.

Wir sind gespannt auf Ihre Kompetenzen und freuen uns auf Sie! Ihre vollständige Bewerbung senden Sie bitte per Post oder E-Mail an:

Christina Hegi Kunz
Geschäftsleiterin
christina.hegi@143.ch

Für Fragen steht sie telefonisch unter 079 629 05 49 zur Verfügung.

1’064 englische Anrufe auf Heart2Heart im ersten Jahr

Die neue englischsprachige Linie Heart2Heart der Dargebotenen Hand entspricht einem Bedürfnis.

Die neue englischsprachige Linie Heart2Heart der Dargebotenen Hand entspricht einem Bedürfnis. Während der Pilotphase im Jahr 2023 gingen während den täglichen Öffungszeiten von 18 bis 23 Uhr 1’064 Anrufe ein. Die Dargebotene Hand freut sich, dass mit Heart2Heart auch Menschen erreicht werden können, die keine Landessprache sprechen.

Die Anrufenden bei Heart2Heart sind im Vergleich zur deutschen Linie von jünger und männlicher. In der Hälfte der Gespräche sind psychische Leiden ein Thema, oft sogar schwere. In jedem zwölften Gespräch ist Suizid ein Thema.

Heart2Heart wird 2024 weitergeführt und kann täglich von 18 bis 23 Uhr über 0800 143 000 erreicht werden. Wichtig bleibt, dass Englischsprachige in der Schweiz dieses Angebot kennen. Flyer oder Poster können online bestellt werden.

Radio Munot Weihnachtsaktion 2023

Über die Weihnachtsaktion 2023

Alle Jahre wieder sammelt Radio Munot im Dezember für die Weihnachtsaktion. In diesem Jahr wird die Hilfsorganisation „Tel 143 – Die Dargebotene Hand Winterthur, Schaffhausen, Frauenfeld“ unterstützt.

Unterstützung für die Ostschweiz gesucht

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Weihnachten 2023: Ein Zeichen; Worte und Geschichten

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Zu Weihnachten etwas sagen heisst, zur Weihnachtsgeschichte etwas sagen. Und das ist immer und immer wieder gemacht worden, seit langer Zeit. Vieles ist ergänzt und ausgebaut worden. Die Figuren haben Tiefe und immer wieder neue Aktualität bekommen. Doch Vertiefungen und Erweiterungen sind möglicherweise für den Moment ausgeschöpft.

Neues ist nicht in Sicht. Man könnte nur noch ein weiteres Mal einen zusätzlichen König erfinden (den vierten gibt es bereits). Zu Ochs und Esel und Katze und Hund (und Vogel und Laus und Maus) noch ein weiteres Tier, vielleicht einen Wüstenfuchs einfügen. Zum Friedensengel noch einen nächsten streikenden oder noch einen, der nicht ganz erwachsen ist. Zu der himmlischen Engelschar wieder eine Gruppe von Engeln, die ihren schwächsten Kollegen mobbt, am besten wie immer jenen, der von Weihnachten am meisten berührt ist. Zu den Hirten eine weitere Hirtin. Zum Stern ein weiteres Licht, das brennt oder erlöscht oder geschenkt wird. Zu Gold, Weihrauch und Myrrhe Lametta, Bratenduft und Propolis.

Zu Augustus einen weiteren Bürokraten, der keine Ahnung hat, was seine Befehle auslösen. Zu Quirinius einen weiteren Politiker, mit dem man eine sofort verständliche Zeitangabe erreicht (als T. zum ersten Mal zum Präsidenten gewählt worden war, zum Beispiel, wie gehabt). Zu Herodes einen neuen aktuellen Gewaltherrscher (das wäre noch immer besonders einfach). Zur überfüllten Herberge ein weiteres Motel an einem Grenzzaun. Zur Futterkrippe im Stall eine Garage, wo ja auch im 20. Jahrhundert Prägendes geschehen ist.

Zu den Hohen Priestern und Schriftgelehrten, die Herodes ohne Zögern ihr Wissen um den Geburtsort des göttlichen Kindes preisgeben zusätzliche religiöse Würdenträger in der Kritik. Hier in der Weihnachtsgeschichte in einem besonders ursprünglichen Kontext beurteilt: Pfarrpersonen oder Seelsorgende, die sich wie ihre elitären Kollegen damals unentbehrlich machen wollen und lieber an ihrer Weihnachtspredigt arbeiten als einer Aussenseiterin Hilfe zu leisten.

Zu Josef noch einen weiteren Mann und Vater, der seine Rolle sucht und deshalb gerade nicht im Mittelpunkt steht. Zu Maria eine weitere Mutter, eine neue Freundin, die diesmal den Muttermythen nicht entsprechen will. Oder eine weitere Frau, die keine Worte mehr in ihrem Herzen bewegt sondern wie erwartet die Bilderflut aus den omnipräsenten Gerätschaften am Verarbeiten ist.

Zur Heiligen Familie eine weitere zusammengewürfelte Wohngemeinschaft von Einsamen, die am Weihnachtsabend zusammen kochen und Erfüllung finden.

Und zum göttlichen Kind? Zum Immanuel, zu Jesus?

Das Kind, das geboren ist, wird in seinem späteren Leben an entscheidenden Punkten schweigen. Das Kind wird vor Gericht kommen. Vor die damalige religiöse Elite und vor Pilatus und vor Herodes. Von ihm wird es später einmal heissen: «Jesus aber schwieg» (Matthäus 26,63), «und er antwortete Pilatus auf keine einzige Frage» (Matthäus 27, 14), und «so stellte Herodes ihm mancherlei Fragen; er aber gab ihm keine Antwort» (Lukas 23, 9).

Bleiben wir also dieses Jahr beim biblischen Kind, das keine Worte formuliert und keine Geschichten erzählt. «Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt ist und in einer Futterkrippe liegt» (Lukas 1, 12).

Das Kind, das noch nicht spricht, ist das Zeichen. Darüber hinaus gibt es gegenwärtig angesichts der in den letzten dreissig Jahren bereits durchgespielten Variationen keine Motivation, die Weihnachts-geschichte durch neue Figuren zu aktualisieren. Feiern wir im Zeichen des Kindes: Gott mit uns.

Bettina Wiesendanger, Pfarrerin im Kanton Zürich und Kantonsschullehrerin im Kanton St. Gallen

Tel 143 Partner von SwissDonations

SwissDonations, eine Schweizer Non-Profit-Organisation, die 2021 in Genf gegründet wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schweizer NGOs zu unterstützen, indem sie ihnen bei ihren Fundraising-Aktivitäten hilft. Ihre digitale Plattform, die auf Deutsch, Französisch und Englisch verfügbar ist, vereinfacht den Spendenprozess auf sichere Weise.

SwissDonations arbeitet mit 19 Schweizer Vereinen zusammen, die in verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Soziales, Umwelt, humanitäre Hilfe, Entwicklung und Menschenrechte tätig sind. Personen, die dies wünschen, können ganz einfach Spenden an die gewünschte Organisation tätigen und die Plattform zur Verwaltung ihrer Transaktionen nutzen.

Darüber hinaus bietet die Plattform die Möglichkeit, bei bestimmten Anlässen wie Geburtstagen, Jubiläen, Firmenläufen usw. Spenden für den Verein seiner Wahl zu sammeln. Es ist auch möglich, Geschenkkarten zu bestellen, die man seinen Lieben schenken kann, dank denen sie dann eine Organisation auf der Plattform unterstützen können.

Wir laden Sie ein, die Seite des Tel 143 auf SwissDonations zu besuchen, um uns in irgendeiner Weise zu unterstützen.

Ihre Hilfe zählt!

Englischsprachiges Angebot sehr gefragt

Nach neun Monaten Betrieb, zeigt sich, dass « Heart2Heart » immer stärker gesucht ist

Nach zögerlichem Anfang sind die Zahlen der Anrufe im Juli und August auf durchschnittlich vier Gespräche pro Abend gestiegen. Bis heute wurden über 660 Gespräche geführt.

« Heart2Heart» ist täglich von 18 bis 23 Uhr über Nummer 0800 143 000 erreichbar.

Wir danken allen, die über englischsprachige Newsportale in der Schweiz, Newsletter der englischen Community, Social Media oder Direktkontakte die neuen englischen Linie
« Heart2Heart» aufmerksam gemacht haben.

Flyer oder Poster können bei der Regionalstelle in Zürich bestellt werden.

 

Weltsuizidpräventionstag vom 10. September 2023: Suizidalität nimmt bei Tel 143 weiter zu

Die Dargebotene Hand ist auch im laufenden Jahr überdurchschnittlich häufig mit dem Thema Suizid konfrontiert. Die Zahl der Nennungen hat 2023 im Vergleich zu den ersten 7 Monaten im Jahr 2019 um mehr als 34% zugenommen, gegenüber demselben Zeitraum im 2022 um fast 11%. Tel 143 ist als eine der ältesten Organisationen im Bereich der Suizidprävention mit zahlreichen Aktivitäten und Fachpersonen auf lokaler und nationaler Ebene aktiv.

Ungebrochener Aufwärtstrend bei der Suizidalität

Während viele Themen wieder auf vorpandemische Niveaus gefallen sind, nimmt die Zahl der Themennennungen rund um Suizidalität weiter zu. Konkret kommt das Thema in den ersten 7 Monaten des 2023 mehr als 19mal pro Tag zur Sprache. In der Vergleichsperiode 2019 lag der Wert mit gut 13 Nennungen deutlich tiefer.

Obwohl Gespräche mit Minder-jährigen nur ca. 1% des Totals ausmachen, hat die Zahl der Gespräche mit dieser Altersgruppe zwischen Januar und Juli 2023 um mehr als 8% zugenommen. Da diese Altersgruppe bekanntermassen ungern Gespräche per Telefon führt, kann die Not, welche diese zu einem Anruf bewegt, nur erahnt werden.

Suizid kann verhindert werden: Darüber reden hilft!

Die Dargebotene Hand trägt zur Suizidprävention bei, indem sie Menschen, die Verzweiflung, Sorgen und Stress mit jemandem teilen möchten, ein offenes und einfühlsames Ohr bietet.

Tel 143 engagiert sich auch an regionalen Präventionsanlässen und in Suizidnetzwerken, bietet Fachvorträge an, und organisiert auf Anfrage massgeschneiderte Gesprächsführungskurse für Firmen und Organisationen.

Empathische Kompetenz und die Bereitschaft, das Thema «Suizidgedanken» offen anzusprechen ist heute wichtiger denn je, und kann einen relevanten Beitrag zur Prävention von Suizid leisten.

Reden kann retten, also sprechen Sie Menschen in Ihrem Umfeld an, wenn Sie den Eindruck haben, diese seien suizidgefährdet!

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Ganz alltäglich: freiwillig engagiert

Heute erscheint der Alltag wieder besonders hart zu bestreiten, so ganz allein. Die Finger wählen die Tasten «1», «4», «3». Ein kurzes, gespanntes Warten darauf, dass sich am anderen Ende der Leitung eine Stimme meldet: «Die Dargebotene Hand… Grüezi.»

Die Stimme gehört zu Kim. Sie ist eine von rund 60 freiwillig Mitarbeitenden bei Telefon 143 – Die Dargebotene Hand Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein. Gerade ist sie an ihrem «zweiten Arbeitsplatz» angekommen, wo sie den Anrufenden für die nächsten Stunden ihr Ohr und ihre Zeit schenkt. Meist kommt sie direkt von ihrer regulären Arbeitsstelle, wo sie in einem 70%-Pensum ebenfalls Menschen in ihrem Alltag unterstützt. Die Postauto-Fahrt dazwischen nutzt die 51-Jährige, um «runterzufahren» und sich auf die bevorstehende Aufgabe einzustimmen. Das ist auch Teil ihres Erfolgsgeheimnisses, wie sie alles unter einen Hut bekommt: Familie, Haus, Job – inkl. Herzens-Engagements wie unter anderem bei Tel 143. Gute Organisation und das Schaffen von kleinen «Inseln der Erholung und Entspannung» wie Kurz-Urlaube, Treffen mit Freunden oder die Fasnacht hälfen ihr durch den vollgepackten Alltag.

«Manchmal muss ich also schon ein bisschen peilen, damit ich die Einsätze am Telefon in meinem Kalender unterbringen kann – vor allem die Nachtdienste, die ich aber so mag», meint Kim auf die Frage, wie sich die Dargebotene Hand in ihren Alltag einfügt. Äusserst hilfreich ist für sie dabei das Kalender-Tool, über das sich die freiwillig Mitarbeitenden eigenständig von überall her in den Schichtplan eintragen können. Die durch diesen Online-Planer geschaffene Flexibilität wirkt sich für alle Beteiligten positiv aus. Denn es können so auch Änderungswünsche oder kurzfristige Ausfälle durch Krankheit recht spontan aufgefangen werden. Das ist bei einem Non-Stop-Betrieb über 24 Stunden, 365 Tage im Jahr natürlich unabdingbar.

Meistens kommt es anders

Zurück im «Tel 143-Alltag» bei der eben begonnenen Nachtschicht von Kim. Sie hatte noch einige Minuten Zeit, sich mit der vor ihr diensthabenden Person auszutauschen: «War viel los heute? Gibt es sonst noch etwas, das ich wissen muss, beispielsweise über einen von Seite der Hilfesuchenden angekündigten Folgeanruf?». So wie Kim schätzen viele der freiwillig Engagierten diesen Austausch unter Kolleg*innen sehr. Das ist eine Komponente, welche bei praktisch jedem Dienst stattfindet. Ansonsten, so der O-Ton unter den freiwillig Mitarbeitenden, kommt es meistens anders als gedacht; kein Dienst ist wie der andere oder wie vielleicht erwartet.
Was leider immer öfters Alltag am Tel 143 sei, beobachtet Kim, sind Personen mit psychischen Problemen, die sich an die Dargebotene Hand wenden. Ein wichtiger Teil bei solchen Anrufen stellt dann die «Alltagsbewältigung» dar, welche nicht mehr natürlich stattfinden könne. Oftmals ist es dann nicht ein «konkret benennbares Problem», sondern das primäre Bedürfnis ist, sich mitzuteilen und zu erfahren, dass Anliegen oder Ängste geteilt werden können. Für die Zuhörenden ist in solchen Fällen nicht immer unmittelbar greifbar, ob und wie sie weiterhelfen konnten. Das ist bei einer Person in einer akuten Krisensituation einfacher spürbar: «Man merkt vielleicht direkt, wenn sie nun wieder zufriedener ist, nachdem sie sich etwas erarbeitet hat, bei dem ich begleiten durfte», so unsere Freiwillige, die aus Gründen beidseitiger Anonymität bei ihrem Engagement bei uns das Pseudonym Kim trägt.

Einfach « nur » zuhören

Begleiten, nicht beraten: das ist wichtig bei der Dargebotenen Hand. Das war eine rechte Umstellung, als die Berufsbeiständin vor rund neun Jahren das erste Mal im Dienst für Tel 143 war. Denn im Job sei sie angehalten, aktiv Menschen in ihrem Alltag zu beraten. Mittlerweile geniesse sie es sehr, nicht beraten zu müssen und einfach zuzuhören. Diese Freude spürt man richtig, wenn Kim von ihrem freiwilligen Engagement erzählt: «Es ist ein grösserer Aufwand als anderswo, aber ich konnte extrem viel lernen und profitieren, sei dies in der Aus- oder in der regelmässigen Weiterbildung. Ich erfahre eine immense Dankbarkeit für mich persönlich und meine Familie, mein Umfeld – und man bekommt einfach auch sehr viel von den Anrufenden zurück.»

Ein freiwilliger Mitarbeiter erzählt von seiner Arbeit bei Tel 143

Wenn unsere Freiwillig Mitarbeitenden einer Zeitung einmal Einblick in ihre Arbeit bei uns geben, dann tun sie dies anonym, zurückhaltend und einfühlsam – so wie am Tel 143 eben auch.

Und schliesslich liegt in der freiwilligen Tätigkeit bei der Dargebotenen Hand der Fokus auch beim Zuhören.

Der in der Wiler Zeitung erschienene Bericht aus dem Gespräch mit dem Freiwillig Mitarbeitenden Aron zeigt verschiedene Facetten auf und lässt näher in diese anspruchsvolle Aufgabe blicken.