06.09.2018

Welt-Suizidpräventionstag vom 10. September: Jede(r) ist gefragt!

Zum Welttag der Suizidprävention  ruft der Schweizerische Verband von Tel 143 sein anonymes Angebot in Erinnerung, das rund um die Uhr und in allen Sprachregionen der Schweiz verfügbar ist. Jährlich führt die Dargebotene Hand über 3000 Gespräche, bei denen Suizidgedanken eine Rolle spielen. Wichtig ist aber auch die Botschaft, dass sich letztlich alle in Ihrem Alltag für Suizidprävention einsetzen können.


Jährlich sterben in der Schweiz über 1000 Menschen durch Suizid, weltweit über 800‘000. Suizidgedanken sind eine verbreitete Reaktion auf hohen Leidensdruck -  auf die Einsicht, dass man so nicht mehr weiterleben möchte. 1 bis 2 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung haben täglich oder jeden zweiten Tag Suizidgedanken, jüngere sind stärker betroffen als ältere. Täglich sprechen Mitarbeitende von Tel 143 mit Menschen, die auch Suizidgedanken äussern, jährlich sind das über 3000 Gespräche.  Dabei ist die jederzeitige und einfache Erreichbarkeit von besonderer Bedeutung - nur eine Kurznummer trennt bei der Dargebotenen Hand Hilfesuchende von einem Menschen, der zuhört und Unterstützung leisten kann.  

Ebenso wichtig ist aber auch die Botschaft, dass letztlich alle etwas tun können, um Suiziden vorzubeugen. Dies bringt  seit 2016 die nationale Suizidpräventionskampagne „Reden kann retten“ zum Ausdruck, bei der Tel 143 beteiligt ist. Auch bei alltäglichen Begegnungen sollten Menschen bei Verdacht vermehrt und ganz konkret auf ihre Suizidgedanken angesprochen werden.  Es entspricht einem verbreiteten Vorurteil, dass das Ansprechen einer Suizidgefährdung einen Suizid begünstigt. Das ist falsch. Vielmehr kann ein verständnisvolles Gespräch ein wichtiger erster Schritt sein zur Suizidvermeidung.
 


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06.09.2018